Infrarotheizung

Wenn es um das richtige und umweltverträgliche Heizen geht, gehen die Meinungen weit auseinander. Während einige Experten die Infrarotheizung als nicht geeignet halten, Wohnungen und ganze Häuser umweltgerecht mit Wärme zu versorgen, verweisen andere gerade darauf. Immerhin wird beim Betreiben einer Infrarotheizung beim Anwender selbst kein CO2 freigesetzt. Das steht im Gegensatz zu allen anderen Heizungsarten, die fossile Brennstoffe für die Wärmegewinnung verwenden.

Für gelegentliche Heizzwecke und somit als Zusatzheizung ist eine Infrarotheizung ideal. Anwender brauchen lediglich eine Steckdose. Das Heizelement lässt sich auch mit längeren Kabeln in Räumen an jeder beliebigen Stelle montieren. Vor allem in der Übergangszeit lohnt sich das Anschalten der großen Heizung nicht. Wird eine Heizung nur vorübergehend betrieben, dauert es lange, bis es warm wird, und die Heizkosten steigen überproportional an. Um einen Raum zu heizen, braucht es eine Lösung wie die in verschiedenen Arten erhältliche Infrarotheizung. Infrarotheizungen bestehen eigentlich nur aus einer dünnen Platte. Angeboten wird diese in vielen schönen Designs. Die Platte wird an irgendeiner Wand im Raum angebracht. Es empfiehlt sich auf eine Nähe zu einer Steckdose zu achten.

In modenern Badspiegeln sind Infrarotheizung eingebaut, damit diese nicht beschlagen.

In modenern Badspiegeln sind Infrarotheizung eingebaut, damit diese nicht beschlagen.

Die Platte einer Infrarotheizung kann aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. Wer sich eine Infrarotheizung als Modell Granitheizung anschafft, besitzt in jedem Fall ein Unikat, da es sich bei Granit um ein natürliches Material handelt. Die Granitplatten sind bis zu 10 Millimeter stark und sie besitzen die Eigenschaft, die mittels elektrischen Stromes erzeugte Wärme optimal in den Raum abzustrahlen. Granit ist zudem in verschiedenen Farbtönen erhältlich. Das Modell Keramikheizung speichert die erzeugte Wärme ähnlich wie beim Kachelofen über längere Zeit. Damit das funktioniert, ist auf der rückwärtigen Seite der Keramikplatte eine Wärmedämmung angebracht. Die Keramikplatten gibt es gleichfalls in mehreren Farben. Dabei sind diese Platten lediglich drei Millimeter stark. Diese Infrarotheizung gibt es außerdem als Keramikheizung mit einem Holzrahmen. Sie lässt sich je nach Modell an der Wand befestigen oder als Standheizung nutzen.

Durchaus interessant sind die sogenannten Infrarotheizspiegel. Der Spiegel kann vorteilhaft im Bad, aber auch in anderen Wohnräumen, eingesetzt werden. Der Heizspiegel beschlägt im eigeschaltetem Zustand nicht. Das verhindert zuverlässig eine Schimmelbildung. Ein Vorteil einer Infrarotheizung ist sicherlich neben den geringen Installationskosten ihre lange Lebensdauer. An der Heizung gibt es weder undichte Stellen noch besondere Explosionsgefahren. Sie frieren nicht ein und erzeugen keine Brandgefahren. In einem Passivhaus kann eine Infrarotheizung auch die Funktion einer Vollheizung übernehmen. Wird Ökostrom zum Heizen genutzt, ist diese Heizungsart die sauberste Art des Heizens.

Weitere Vorteile werden der Infrarotheizung in Form von Gesundheits- und Wellness-Effekten zugeschrieben. Der Nachteil einer Infrarotheizung sind hohe Stromkosten. Als wirtschaftliche Vollheizung in normalen Wohnhäusern ist sie daher noch nicht einsetzbar. Den Einbau von Infrarotheizungen lassen einige Bundesländer als Hauptheizung nicht zu.

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