Standheizung

Wer effektiv gegen Winterkälte vorgehen möchte, baut sich eine Standheizung in sein Auto. Standheizungen dienen dem Beheizen des Fahrgastraumes von Autos aller Art. Bei dieser Heizungsart ist man nicht auf die Wärmeabgabe des laufenden Fahrzeugmotors angewiesen. Mit einer Standheizung heißt es, nicht mehr Eis zu kratzen. Spezielle Hilfsmittel wie Enteisungssprays, Eiskratzer, Heizlüfter oder eine Scheibenheizung braucht man mit einer Standheizung nicht, um Auto und Motor vorzuheizen. Mit einer Standheizung, auch der Begriff Fahrzeugheizung ist gebräuchlich, verfügt man über eine motorunabhängige Heizung, die umweltfreundlich erzeugte Wärme bereitstellt.

Eine Standheizung passt im Prinzip in eine Limousine oder einen Kompaktwagen. Für nahezu alle Automarken und Modelle gibt es die passende Zusatzheizung als Benzinheizung oder Dieselheizung, auch die Variante Zuheizer ist möglich. Eine Fahrzeugheizung hat nicht nur den Komfort für den Fahrzeugführer im Blick. Durch die Motorvorwärmung vermeidet man einen verschleißstarken Kaltstart, was zudem die Schadstoffemissionen reduziert. Gerade bei hochpreisigen Fahrzeugen darf der Anschaffungspreis einer Standheizung gegenüber dem Fahrzeugneupreis als sehr gering bezeichnet werden. Die Preise bewegen sich zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Die Standheizung wird in den Kühlwasserkreislauf des Automotors eingebaut. Dort gibt sie Wärme an einen Wärmetauscher ab. Über das normale Heizsystem erreicht die warme Luft das Wageninnere. Außerdem erwärmt die Fahrzeugheizung über das Kühlwasser den Motor. Im Sommer lässt sich eine Standheizung als Standlüftung nutzen. Ein kleiner Tastendruck via Fernbedienung genügt und schon bläst die Standheizung die heiße Luft aus dem Fahrzeuginnenraum.

Der Einbau einer Standheizung ist nahezu überall im Motorraum möglich.

Der Einbau einer Standheizung ist nahezu überall im Motorraum möglich.

Das kleine, kompakte Gerät braucht im Motorraum nur wenig Platz und ist gleichzeitig montage- und wartungsfreundlich. Der Fahrzeugführer muss lediglich den gewünschten Einschalttermin der Standheizung vorgeben. Das ermöglicht eine digitale Zeitschaltuhr. Viele Modelle erlauben das manuelle Einschalten mittels Fernbedienung (Funk) oder per Telefon. Standheizungen werden zum einen nach ihrer Energiequelle in elektrische und kraftstoffbetriebene Heizungen eingeteilt. Zum anderen unterscheidet man nach dem beheizten Medium: Luft und Kühlwasser. Elektrische Standheizungen kommen meist bei Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren und des Rettungsdienstes zum Einsatz. Ein wichtiger Vorteil ist hierbei der fehlende Abgasausstoß. Die typische Fahrzeugheizung ist kraftstoffbetrieben. In einem kleinen Brenner wird Kraftstoff verbrannt, um den Kühlwasserkreislauf zu heizen oder warme Luft für den Innenraum zu erzeugen.

In normalen Personenwagen werden fast nur Wasserheizungen verwendet. Diese Standheizer auf Wasserbasis sind kompakt gebaut. Das Anbringen ist nahezu überall im Motorraum möglich. Bei modernen Dieselfahrzeugen kann eine Standheizung besonders kostengünstig eingebaut werden, da einige Fahrzeugmodelle über spezielle Zuheizer verfügen. Hier reicht es aus, einen speziellen Aufrüstsatz zu installieren, der aus dem Zuheizer eine motorunabhängige Standheizung macht.

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