Welche Heizungen gibt es?

Um Gebäude und Räume oder Wärmeträger und Flüssigkeiten zu heizen beziehungsweise zu erwärmen, braucht man eine Heizung. Mit verschiedenen Heizungssystemen können konkrete Heizungsanforderungen realisiert werden. Heizungen lassen sich daher zum einen nach ihren jeweiligen Anwendungen (Hallen-, Gebäude-, Schwimmbad-, Speicherheizung) und zum anderen nach den genutzten Brennstoffen (Erdgas, Heizöl, Kohle, Strom aus Wasser, Wind und Sonne) einteilen. Weitere Auswahlkriterien für eine Einteilung von Heizungen ergeben sich mit Zentral-, Einzel-, Warmwasserheizung oder Mini-Blockheizkraftwerk hinsichtlich der Art der Wärmebereitstellung.

Jede Anwendung kann im Prinzip mit jedem der verfügbaren Brennstoffe betrieben und den Heizungssystemen bereitgestellt werden. In Abhängigkeit von der örtlichen Infrastruktur gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Haus oder Räume zu heizen. Eine jeweilige Entscheidung für das Heizen kann von einem Fernwärmeanschluss oder einer vorhandenen Gasleitung ebenso beeinflusst werden wie vom Vorhandensein von ausreichend Holz, wenn man auf dem Land wohnt. Bei der Wahl des Heizsystems werden weitere Komponenten wie Brennstoffkosten, Umweltaspekte und die Bequemlichkeit berücksichtigt. Private Hausbesitzer setzen seit den 1980er Jahren vermehrt auf Gasheizungen, der Anteil der Ölheizungen nimmt stetig ab. Meist kommt in den heute eingebauten Öl- und Gasheizungen moderne Brennwerttechnik zum Einsatz. Auch Holzpellets werden in Heizungen mit Brennwerttechnik effektiv verbrannt. Für die Beheizung sehr großer Gebäude (Mehrfamilienhäuser, Bauernhöfe, Heizwerke für Nah- und Fernwärmenetze) werden Hackschnitzelanlagen verwendet.

Holzpellets sind ein guter Energielieferant und werden oft in Heizungsanlagen verbrannt

Holzpellets sind ein guter Energielieferant und werden oft in Heizungsanlagen verbrannt

Zu den alternativen Möglichkeiten zum Heizen von Gebäuden gehört die Wärmepumpenheizung, die Erdwärme nutzt. Vorteilhaft wird sie in Verbindung mit einer Niedertemperaturheizung eingesetzt. In einigen Regionen Deutschlands wird zudem Erdwärme in geothermalen Warmwasserheizungen genutzt. Dabei wird Heizwasser auf eine Verbrauchstemperatur von bis über 40 Grad Celsius erhitzt. In der Industrie und im produzierenden Gewerbe besteht ein riesiger Energiebedarf, speziell hinsichtlich einer Wärmeerzeugung für technische Prozesse.

Fast jedes verarbeitende Unternehmen benötigt Anlagen zur Dampf- und Heißwassererzeugung. Industrielle Wärme wird gleichfalls für den Betrieb von Brennöfen und Trocknungsanlagen gebraucht. Prozesswärme, wie Heizenergie in der Industrie genannt wird, spielt nicht nur für die Nutzung eine Rolle. Wichtig ist sie auch für Unternehmen als ein bedeutender Kostenfaktor. Optimale Heizlösungen können die Kosten in die gewünschte Richtung lenken.

Zu den speziellen Heizlösungen für industrielle Anwendungen gehören unter anderem flexible Silikonheizelemente, die in den unterschiedlichsten Formen und Leistungen geliefert werden können. Zur Palette von Heizlösungen für die Industrie zählen Heizanlagen für die Düsenerwärmung von Extrudern, für die industrielle Folienverklebung und die Erwärmung von Kältekompressoren und Lötbädern. Hinzu kommen Klimaräume und Klimaschränke, die mittels Warmluft Rohrheizkörper auf bis zu 180 Grad Celsius erhitzen. Heizelemente kommen außerdem beispielsweise in der Labor- und Medizintechnik, beim Automobil– und Maschinenbau und in der chemischen Industrie zum Einsatz. Neben Lufterhitzer sind Drahtheizelemente, Ringheizkörper, Rohrheizkörper und keramische Heizpatronen mögliche Anwendungen.

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